Samos


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Die fruchtbare Insel Samos erscheint mit ihren Olivenhainen, Zypressen – und Kiefernwäldern grüner als die meisten anderen Dodekanes-Inseln. Die Flora birgt bereits zahlreiche kleinasiatische Elemente. Kein Wunder, das türkische Festland ist nur 1,7km von der Südostküste von Samos entfernt.

Samos erreicht man entweder mit dem Fährschiff von Piräus kommend vorbei an der Nachbarinsel Ikaria und geht in Karlovasi von Bord oder fährt weiter bis Samos-Stadt, von den Griechen auch Vathi genannt. Wer Samos wirklich kennenlernen will, der sollte für die ersten Tage ein Quartier in Karlovasi suchen – entweder in einem der Hotels von Limani Karlovasis oder direkt im Zentrum, dem Neo Karlovasi. Von Karlovasi aus sollte man auf dem Weg nach Süden einen Abstecher ins Bergdorf Platanos machen. Rund um den Dorfplatz stehen uralte Platanen, Namensgeber des Ortes. Von hier hat man einen Blick über die in typisch samiotischem Stil errichteten Häuser, seine Wälder und Weinberge. Von Platanos sind es nur wenige km nach Marathokampou oder hinunter zum Hafenort Ormos Marathokampos. In beiden Orten findet man zahlreiche Unterkünfte: Hotels, günstige Pensionen und Ferienapartments für Selbstversorger. Südwestlich von Ormos liegen einige der schönsten Badestrände. Wer gut zu Fuß ist, sollte auf dem kaum befahrenen Küstenweg an den Berghängen des längst erloschenen Vulkan Kerkis entlang bis Kalithea wandern, hinter jeder Biegung öffnet sich einem der Blick über die Phrygana, die greichische Macchie, hinunter auf abgeschiedene Buchten. Vom Strand von Botsalakia oder vom Bergdorf Kastanea aus kann man auch direkt bis zum Gipfel in 1445m Höhe wandern.

Als Pauschaltourist wird man dagegen während der Hochsaison eher einen Charterflug von Deutschland direkt nach Samos buchen und landet dann auf dem Flughafen südlich von Nea Poli im Süden der Insel. Von dort sind es nur wenige km bis Pythagorion, dem Geburtsort des berühmten griechischen Gelehrten Pythagoras. Der ehemalige Fischerort hat sich dank seiner herrlichen Bucht heute zum Haupttouristenzentrum der Insel mit mehr als 6000 Gästebetten entwickelt. Berühmt ist vor allem der Tunnel des Eupalinos, eine antike Wasserleitung, die seit einigen Jahren auf den ersten 300m wieder begehbar ist. Sehenswert auch die Lohothetis-Burg oberhalb der Stadt, die Metamorphosis-Kirche und die Panachia Spilani, eine in den Fels gehauene Höhenkirche. Der Hera-Tempel war der drittgrößte Tempel des antiken Griechenlands und eines der sieben Weltwunder.

Samos-Stadt ist vor allem Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum der Insel. Diese moderne und elegante Stadt eignet sich für Touristen höchstens zum Shopping und hat außer seinem Archäologischen Museum nicht viel Interessantes zu bieten.