Peleponnes


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Peleponnes

Es gibt zwar 2 Flughäfen auf dem Peleponnes bei Patras im Norden und Kalamata ganz im Südwesten, aber wenn man seinen Urlaub in einem der zahlreichen Ferienhäuser und –apartments im Westen der riesigen Halbinsel verbringen will, ist man ohne Auto relativ verloren. Daher kommen die meisten Urlauber mit der Autofähre von Ancona oder Brindisi in Italien aus in Patras an. Aber auch mit Zwischenstation auf Korfu, Lefkas oder einer der anderen ionischen Inseln ist Peleponnes übers Festland und die 2004 für den Autoverkehr freigegebene Brücke zwischen Rio und Andirrio zu erreichen.

Die Halbinsel, seit vielen Jahren durch den Kanal von Korinth eigentlich eine Insel, nimmt mit mehr als qkm einen großen Teil des griechischen Festlandes ein. Aber mit nur 1 Million Einwohnern, die sich meist auf die wenigen Städte konzentrieren, ist der Peleponnes nur dünn besiedelt. Wer dem Massentourismus auf den Inseln der Ägäis entfliehen will, der sollte hier seinen Urlaub finden. Auch in der Hochsaison findet man immer noch einen ruhigen Platz, wo man ein unverfälscht griechischen Urlaub verbringen kann.

Patras ist zwar mit weit mehr als 200.000 Einwohnern größte Stadt und Verwaltungszentrum des Peleponnes, geschichtlich bedeutender und für den Besucher sehenswerter sind jedoch die weit in die Antike zurückreichenden Städte von Korinth und Sparta.

Der landschaftliche Kontrast zwischen den rauen und schroffen, bis zu 2400m hohen Gebirgszügen , den fruchtbaren Tälern und den sanft zum Meer hin abfallen Buchten der Westküste macht den besonderen Reiz des Peleponnes aus. Hier stoßen die Arabische und Afrikanische Kontinentalplatte zusammen und drücken die einstieg Insel an das griechische Festland. Damit gehört Peleponnes neben Italien zu den erdbebenreichsten Regionen Europas.

Die Mehrzahl der Feriendomizilie liegen südlich von Pirgos rund um den Golf von Kiparissikos an der Westküste oder im Osten am Golf von Argolikos. Es gitb aber auch Quartiere im Süden. Von hier aus ist es nicht mehr weit auf die Halbisnel Mani, den „Mittelfinger“ der drei südlichen Zipfel des Peleponnes. Das einst so wilde Mani, berüchtigt für seine Widerstandskämpfer, schießwütige Hirten und blutige Familienfehden, ist nur noch halb so wild, und bestenfalls die alten Männer im Dorf-Kafeneon schwelgen in ihren Erinnerungen an heroischere Zeiten. Aber immer noch zählt die Halbinsel zu den kärgsten Landschaften Griechenlands – zwischen Steinen und Gesträuch wachsen hier nur Disteln, Feigenkaktus, Kicherbsen und etwas Weizen.