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Karpathos


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Karpathos

Karpathos, die zweitgrößte Insel der Dodekanes, liegt im südöstlichen Inselbogen der Ägäis zwischen Kasos und Rhodos. Die Insel ist rund 60cm km lang, an ihrer schamlsten Setlle nur 2km breit, aber bis zu 1200m hoch. So konnte sich besonders der abgeschiedene Norden lange Zeit seine Eigenständigkeit bewahren. Im Bergdorf Olymbos hoch oben in den Bergen mit den alten Häuser, die wie Würfel übereinander geschichtet sind, und ihren dekorativen Balkonen, den Windmühlen sieht man noch die alten Trachten der Frauen, hier wird noch ein alter Dialekt gesprochen, der stark vom Neugriechischen abweicht. Und zur Messe in der Kirche stellen sich die unverheirateten Töchter mit ihrem reichen Goldschmuck zur Schau. Denn hier auf Karpathos herrscht noch immer ein strenges Matriarchat. Die erstgeborene Tochter ist Alleinerbin und übernimmt im heiratsfähigen Alter die Führungsrolle in der Familie.

Kein Wunder, dass Karpathos die höchste Auswanderungsrate an Männern von allen griechischen Inseln aufweist. In den 1970-ziger Jahren war Teddy Savallas, bekannt als Kojak in Einsatz in Manhattan, Vorsitzender der Pankarpathiotischen Gesellschaft in den USA. Von der Hauptstadt der Insel, Pigadia, kommend erreicht man das erste Bergdorf Aperi. Die schmucken Häuser und Villen zuegen von seinem Reichtum, denn hier sind die meisten Männer nach New Jersey ausgewandert. Etwas weiter oberhalb im Dörfchen Volada geht es schon bescheidener zu, das mit den Rücküberweisungen seiner Männer aus Australien sein Wohlstand finanziert. Das dritte Dorf Orthos nimmt sich im Vergleich dazu recht ärmlich aus, hier wanderte man nämlich nur nach Rhodesien aus. Von Orthos aus kann man eine Wanderung nach Stes unternehmen unterhalb des 1215m hohen Gipfels unternehmen. Farbenfrohe Blumenwiesen, schnellfließende Bewässerungskanäle und Bienenkörbe prägen das Bild dieses Hochtals.

Trotz seines modernen internationalen Flughafens, der in der Hochsaison von Chartergesellschaften direkt angeflogen wird, hat sich die Insel ihre Ruhe und Ursprünglichkeit weitgehend bewahren können. Hotels und Badestrände konzentrieren sich auf den Süden von Karpathos. Weitere Stände liegen im Südwesten bei Arkasa und dem Fischerdorf Finiki. Die meisten Besucher zieht es aber nach Karpathos wegen seines über die Landesgrenzen hinaus bekannten Bergdorfes Olymbos. Wer die halsbrecherische Tour mit einem Allrad-Fahrzeug von Spoa nach Olympos auf der Schotterpiste hoch über der Steilküste scheut, der nimmt den Wasserweg mit einem Kaiki von Pigada aus bis zum kleinen Hafen von Diafani und dann die Serpentinen hinauf nach Olymbos, oder zu Fuß durch die malerische Schlucht vorbei an kleinen Wasserfällen und mit kristallklarem Wasser gefüllten Felswannen.